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Die Zeitreisende, Teil 1    Hardy Manthey

Die Zeitreisende, 1. Teil
Vom 22. Jahrhundert zurück in das antike Karthago

E-Book (EPub-, PDF- und Mobipocket-Format)

491 Seiten
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-86394-028-7, 978-3-86394-061-4

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Das E-Book beschreibt die atemberaubenden Abenteuer einer jungen Frau, die durch Raum und Zeit reist. Sie ist eine auffallend schöne blonde und vor allem intelligente Frau aus Schweden, die in München erfolgreich Medizin studiert hat. Die blinde Liebe zu einem Mann stürzt sie in das Abenteuer ihres Lebens. Ihre Erlebnisse in diesem Roman und in seinen Fortsetzungen schildern beklemmend realistisch, was Frauen seit vielen tausend Jahren, zum Teil bis heute, erdulden und erleiden müssen.

Maria Lindström überlebt als einzige einen Flug zum Pluto und landet sicher auf der Erde – allerdings 150 Jahre vor Christi Geburt. Als Aphrodite schließt sie sich Nomaden auf dem Weg nach Karthago an. In die noch unzerstörte antike Stadt zieht sie in Ketten ein und muss als begehrte Sexsklavin ihrem Herrn dienen.

Aphrodite hat nicht nur das elende Sklavenleben zu erdulden, noch mehr Sorgen macht sie sich, ob sie den 3. Punischen Krieg und die Zerstörung Karthagos überleben wird. Doch genau dieses Wissen über die Zukunft der Stadt setzt sie für ihre Rettung ein. Wird es ihr gelingen, rechtzeitig Karthago zu verlassen und in das 22. Jahrhundert, aus dem sie als Maria startete, eine Botschaft zu übermitteln?

Das Buch schildert die Ereignisse überaus spannend und macht süchtig auf den 2. Teil und die geplanten weiteren Teile.


Leseprobe
Die letzten Tage waren für Aphrodite sehr anstrengend und aufregend zugleich. Nur langsam gewöhnt sie sich an das belastende Nomadenleben. Ihre Powerspritzen gehen bald zur Neige. Wie sie dann das Laufen über viele Stunden durchhalten soll, weiß sie noch nicht. Nur wenn Frauen krank oder hochschwanger sind, dürfen sie auch auf ein Lasttier. Die Männer, nein die Krieger, schauen sie geringschätzig von oben herab, auf ihren Pferden reitend, wie eine Exotin an. Alle sind sie gekommen und haben ihr blondes Haar bewundert. Sie, die Frau, haben sie dabei aber nicht beachtet. sie ist für sie eben nur eine Frau. Dabei behandeln die Männer, wie sie beobachtet hat, ihre Ehefrauen mit Respekt und Achtung. Warum die anfängliche Begeisterung für sie so negativ umgeschlagen ist, weiß sie nicht.

Dem Jungen dagegen geht es jetzt schon prächtig. Gestern hat sie die letzten Fäden gezogen. Stolz zeigt er allen seine kleine Narbe. Die Narbe wird wie ein Wunder bestaunt. Auf Grund dieses Erfolgs wurde sie lange mit viel Nachsicht behandelt. Aphrodite bemüht sich sehr, immer besser in die Rolle einer Nomadin zu schlüpfen, leider nur mit mäßigem Erfolg. Am mitleidigen Lächeln der Frauen merkt sie aber, dass ihr das nicht so recht gelingen will. Bei allem ist sie zu langsam, zu ungeschickt. Aber aufgeben will sie nicht. Die Frauen fragen verwundert, warum sie denn nichts gelernt habe. Etwas verlegen erklärt sie ihnen dann, dass dort, wo sie früher gelebt habe, solche Arbeiten unbekannt seien. Ein Feuer nach eurer Art zünden, kann dort niemand mehr. Niemand muss mühsam für Nahrung sorgen. Die Frauen sagten ungläubig: "Das kann nur das Paradies sein."

Seit ihren Erfolgen als Heilerin besucht sie Mehmet öfter. So zumindest ging es bis vor zwei Tagen. Mehmet kam täglich mehrmals für einige Minuten zu ihr. Er nutzte die Zeit und berichtete munter von seinen früheren Abenteuern in der Ferne. Er will sie wohl beeindrucken. So erzählt er aus der Zeit, die er in Karthago verbracht hat. Er berichtet von unüberwindlichen Mauern, himmelhohen Türmen und riesigen goldenen Göttern, die in ihren Tempeln über diese prächtige Stadt wachen. Seine Schilderungen berichten von vielen Wundern.

...

Mal hat er ihr eine Handvoll Datteln geschenkt, mal reicht er ihr das Wasser. Auch die Andeutungen und Wortspiele der Frauen haben es in den letzten Tagen nicht an Deutlichkeit mangeln lassen. Bald wird Mehmet ihr die Frage aller Fragen stellen. Was wird sie ihm dann sagen? Verunsichert wollte sie mit Kasana vor drei Tagen in Andeutungen darüber sprechen. Kasana wurde sofort direkter und fragte, wann sie ihn denn heiraten wolle. Nein, es ging ihr nicht um das Ob, sondern um das Wann. Das war für sie ein Überfall. Sie war geschockt und sagte ganz aus dem Bauchgefühl heraus: "Natürlich nein." Die Frau war entsetzt. Auf ihre vorsichtige Frage, was bei einem Nein geschähe, reagierte die Frau sehr aggressiv. Ihr Blick wirkte wie tödliche Pfeile auf sie. Eine bisher unbekannte feindliche Haltung bekam sie zu spüren. Statt einer Antwort fragte die Frau in sehr rauem Ton: "Bleibst du bei deinem Nein?"

Aphrodite hat damals einfach nur geschwiegen. Die Frau schien aber auf eine Antwort zu warten. Nach Minuten gemeinsamen Schweigens sagte Kasana dann bedrohlich: "Also nein. Nur weil du dem Jungen das Leben gerettet hast, wird dich Mehmet für diese Schande nicht töten. Das Recht hätte er dazu. Aber der Fürst wird einen Wettkampf ausrichten lassen. Der Sieger wird dich dann zur Frau nehmen. Das ist für dich noch ein Glücksfall."

Auf Aphrodites erschrockenen und ablehnenden Blick spricht sie mit einem zynischen Bedauern weiter: "Lehnst du den Sieger ab, dann hast du unsere Gesetze endgültig verletzt, nein mit den Füßen getreten. Verweigert der Fürst dir dann seinen Schutz, kann jeder mit dir machen, was er will. Die Männer werden dich benutzen und die Frauen spucken auf dich und werfen mit Steinen nach dir. Mit etwas Glück wirst du vielleicht auch die Sklavin des Stammesfürsten und wirst nicht sterben. Denn er allein darf Sklaven halten. Keine Frau der Welt darf einen Mann ungestraft beleidigen."

Teil 2: Von der Hure Roms zur mächtigen Priesterin


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